Sponsored Post

Erektionsprobleme

„Der Penis ist die Wünschelrute des Herzens“

Von Tobias Lemser · 2018

Dr. Michael Blessing, Facharzt für Urologie und Männermedizin in Bad Wörishofen

Erektionsstörungen können ein Frühindikator für Herz-Kreislauf-Probleme sein, die dann häufig drei bis fünf Jahre später auftreten. Vorläufer sind vielfach Störungen der Mikrozirkulation. Wie es dazu kommt und was man gegen erektile Dysfunktion tun kann, erläutert Dr. Michael Blessing, Facharzt für Urologie und Männermedizin in Bad Wörishofen.

Dr. Blessing, was sind Mikrozirkulationsstörungen?

Zur Mikrozirkulation gehören die Gefäße, die einen Durchmesser von weniger als 200 Mikrometern haben. Hierzu zählen das gesamte Gebiet um diese Gefäße herum sowie die einzelnen Zellen der Organe. Ist die Durchblutung im Bereich dieser Mikrogefäße gestört, nennen wir dies eine Mikrozirkulationsstörung. Was dahintersteckt, ist noch nicht vollständig erforscht. Jedoch weiß man, dass Stress, schlechte Ernährung, Bewegungsmangel und Umweltgifte Auslöser sein können.

Was passiert in dem Bereich, in dem die Mikrozirkulationsstörung auftritt?

Durch die Störung der Durchblutung werden weniger Sauerstoff, Nährstoffe und Vitamine in die Zellen hineintransportiert. Gleichzeitig fallen durch den Sauerstoffmangel vermehrt Stoffwechselendprodukte an, die wiederum in diesem Stromgebiet nicht abtransportiert werden können und entzündliche Reaktionen auslösen. Tritt diese Störung über fünf bis zehn Jahre auf, kann es zu verschiedenen Erkrankungen kommen.

Welche sind das?

Wir wissen heute, dass etwa 80 Prozent aller uns bekannten Erkrankungen mit einer Mikrozirkulationsstörung in Verbindung stehen. Beispielhaft hierfür sind der Bluthochdruck, Herzinfarkt und natürlich bei Männern Mikrozirkulationsstörungen im Becken, was einerseits zu Erektionsproblemen, andererseits aber auch zu chronischen Beckenschmerzen führen kann.

Wann sollten Männer bei Erektionsproblemen hellhörig werden?

Insbesondere dann, wenn bei der Erektion die Härte fehlt. Dies kann eine direkte Ursache einer gestörten Durchblutung sein. Heute wissen wir, dass drei bis fünf Jahre später bei einer Gefäßstörung in diesem Bereich das gleiche Problem am Herzen auftreten kann, was das Risiko für einen Herzinfarkt erhöht.

Was raten Sie, um die erektile Dysfunktion wieder in den Griff zu bekommen?

Ich empfehle bei einer Potenzstörung zu einem Urologen zu gehen. Wichtig ist es, nicht gleich erektionssteigernde Präparate zu nehmen, sondern stattdessen Ursachenforschung zu betreiben, indem die Durchblutung im Penis mit Ultraschall gecheckt wird. Rechtzeitig entdeckt, lässt sich durch Veränderungen im Lifestyle die Durchblutung der Mikro- und Makrogefäße wieder verbessern. Was kann man therapeutisch tun? Da es schulmedizinisch keine wirkungsvollen Methoden gibt, rate ich zu einer mehrwöchigen Behandlung, bestehend aus physikalischer Gefäßtherapie und Kneipp-Therapie. Diese kann auch gezielt lokal im Becken und an der Peniswurzel eingesetzt werden, um eine Verbesserung zu erreichen.

Kontakt

International Microvascular Net
Gottlieb-Daimler-Straße 80
72290 Loßburg
E-Mail: info@imin-org.eu
Web: www.imin-org.eu

Weiterführende Artikel

Array
(
    [micrositeID] => 27
    [micro_portalID] => 26
    [micro_name] => Gesunder Mann
    [micro_image] => 1315
    [micro_user] => 1
    [micro_created] => 1464686902
    [micro_last_edit_user] => 1
    [micro_last_edit_date] => 1556877714
    [micro_cID] => 928
    [micro_status] => 1
    [micro_cache] => 0
    [deleted] => 0
)