Prostata

Von der Form einer Kastanie

Von Helge Denker · 2015

Die Vorsteherdrüse wächst unvermeidlich, sobald der Mann weniger Testosteron bildet. Ab 50 geht es meistens los. Beschwerden verursachen muss das Wachstum nicht, wenn doch, gibt es Behandlungen. Dies gilt auch für das Prostatakarzinom.

 Detail des Laubwerks eines Kastanienbaums
Männer sollten zügig zum Arzt gehen, wenn sie Schwierigkeiten beim Wasserlassen bemerken.

Jedes Jahr erkranken etwa 70.000 Männer in Deutschland an Prostatakrebs. Die häufigste Krebsform ist im Anfangsstadion relativ schwer zu erkennen. Rechtzeitige Vorsorge-Untersuchungen können jedoch dabei helfen. Auch andere Prostata-Erkrankungen lassen sich so erkennen und gezielt behandeln.
Die Prostata, die auch Vorsteherdrüse genannt wird, hat normalerweise etwa die Größe und Form einer Kastanie. Sie befindet sich direkt unter der Harnblase im Unterleib und umschließt den Anfangsteil der Harnröhre. Die Prostata besteht aus zahlreichen Drüsen, Bindegewebe und Muskelfasern. Die Hauptaufgabe der Vorsteherdrüse ist die Sekretbildung: in den Drüsen wird eine milchig-trübe Flüssigkeit produziert, die die Beweglichkeit der Spermien sicherstellen soll.

Fast jeder Mann ab 50

Die häufigste Erkrankung ist die Prostatavergrößerung. Sehr häufig tritt bei Männern eine gutartige Vergrößerung der Prostata auf. Fast jeder Mann ab dem fünfzigsten Lebensjahr ist mehr oder weniger stark davon betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt die Tendenz weiter an. Hier gibt es verschiedene Behandlundlungsmöglichkeiten und Erfolg versprechende Operationen.
Wie alle Organe kann sich auch die Prostata entzünden. Begünstigt wird die Prostataentzündung, medizinisch auch Prostatitis genannt, durch in der Blase und in den Harnwegen verbleibenden Restharn. Nach einer Untersuchung und der Diagnose durch den Arzt lässt sich die Prostatitis in der Regel mit Antibiotika erfolgreich behandeln. Prostatakrebs ist sehr viel seltener als die gutartige Prostatavergrößerung, aber trotzdem bei Männern eine der häufigsten Krebserkrankungen. Jährlich gibt es in Deutschland etwa 70.000 Männer, die neu am Prostatakarzinom erkranken.
Im Frühstadium ist diese Krankheit sehr schwer zu erkennen, da sie häufig keine Symptome aufweist. Prostatakrebs entsteht entgegen landläufiger Meinung nicht aus einer gutartigen Prostatavergrößerung, es handelt sich um zwei völlig verschiedene Erkrankungen mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden.

Risiko und Nutzen abwägen

Durch Vorsorgeuntersuchungen bei Männern kann ein Prostatakarzinom frühzeitig erkannt und behandelt werden. Männer sollten mit ihrem Arzt darüber sprechen, welche Symptome beim Prostatakarzinom zu erwarten sind und einen Zeitplan für Kontrolluntersuchungen aufstellen. Die Empfehlungen des Arztes berücksichtigen in der Regel Risiko und Nutzen der Behandlung sowie das Alter des Patienten, seiner Krankheitsgeschichte und anderer Faktoren. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig.
Ersten Anzeichen eines Prostatakarzinoms können vermehrter Harndrang, insbesondere nachts sein, Schwierigkeiten zu Beginn des Wasserlassens oder Probleme, den Urin zurückzuhalten. Bei Symptomen sollte man sofort einen Hausarzt oder Urologen aufsuchen. Er kann erkennen, ob es sich um eine Prostatavergrößerung, eine Entzündung oder um Krebs handelt.

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