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Fokusinterview

„Behandlungsmöglichkeiten, die es vor zehn Jahren noch nicht gab“

Von Universitätsklinikum Münster · 2015

Ob Beobachtung, Operation, Bestrahlung, Medikamente oder eine Kombination, bei der Wahl der richtigen Behandlung bei Prostatakrebs spielen viele Faktoren zusammen. Univ.-Prof. Dr. med. Andres Jan Schrader, Direktor an der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Münster erklärt, nach welchen Kriterien entschieden wird.

Wann sollte bei Prostatakrebs operiert werden?

Ob eine operative Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs durchgeführt werden sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählen u.a. der Allgemeinzustand des Patienten, die Aggressivität und Ausdehnung des Tumors sowie die Größe der Prostata selber. Am meisten scheinen im Vergleich zu den anderen Behandlungsoptionen die Patienten zu profitieren, die statistisch noch eine Lebenserwartung von mindestens zehn Jahren haben und an einem aggressiveren Subtyp dieser Krebserkrankung leiden.

Welche Rolle spielen Medikamente?

Ist ein Tumor bereits metastasiert, so muss man entweder alternativ oder zusätzlich zur Operation eine medikamentöse Therapie des Prostatakarzinoms durchführen. Das kann eine Hormon-Entzugstherapie allein sein, oder eine Kombination zum Beispiel bestehend aus einer Hormon-Entzugstherapie und einer zeitlich begrenzt verabreichten Chemotherapie.

Gibt es neue Medikamente zur Behandlung des Prostatakrebs?

Tatsächlich sind in den letzten Jahren neue Arzneien entwickelt worden, die hochspezifisch zum Beispiel Knochenmetastasen als Ziel haben oder in den für das Prostatakarzinom wichtigen Hormonstoffwechsel eingreifen. Letztere sind wesentlich effektiver als eine klassische Hormon-Entzugstherapie. So kann man nach Versagen einer klassischen Hormon-Entzugstherapie mit diesen hochmodernen Therapeutika noch sehr effektiv und nebenwirkungsarm behandeln. Wo vor etwa zehn Jahren eigentlich nur noch eine Chemotherapie oder gar keine Behandlung mehr möglich war, erreichen die Patienten jetzt eine hohe Lebensqualität und können oft noch viele Jahre leben.

Kontakt

Universitätsklinikum Münster (UKM)
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude: D5
48149 Münster
E-Mail: info­@ukmuenster.de
Web: www.urologie.ukmuenster.de

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