Krebserkrankungen

Gesund und kraftvoll leben

Von Alexandra Grossmann · 2018

Mann im mittleren Lebensalter lacht in die Kamera
Foto: iStock/nadofotos

In einer Welt, in der Leistung und Erfolg zählen, gelten Krankheiten schnell als Schwäche: Erste Anzeichen werden gern ignoriert, der Gang zum Arzt auf die lange Bank geschoben, Vorsorge als lästig betrachtet – vor allem von Männern. Dabei lassen sich die meisten Erkrankungen heilen, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.

Männer leben gefährlich, zumindest statistisch betrachtet. Sie sterben im Schnitt fünf Jahre früher als Frauen. Auf ein Lebensjahr umgerechnet bedeutet das, dass die Frauen bis Silvester leben dürfen, während ihre Männer bereits drei Wochen vorher sterben müssen und Weihnachten nicht erleben. Diese ungleiche Lebenserwartung ist zwar auch geringfügig in einer entsprechenden genetischen Disposition begründet, die Hauptursachen liegen jedoch in der Lebensführung: Tendenziell gehen Männer mehr Risiken ein, achten weniger auf gesunde Ernährung, fühlen sich häufiger gestresst und lassen sich seltener beim Arzt untersuchen. Auch Vorsorgeangebote der Krankenkassen werden seltener von Männern wahrgenommen. Insbesondere Krebserkrankungen sind aber oft heilbar, je früher sie erkannt werden.

Der häufigste Krebs beim Mann

Die Untersuchung der Vorsteherdrüse zum Beispiel wird ab dem 45. Lebensjahr empfohlen, denn eine bösartige Geschwulst der Prostata ist eine der häufigsten Todesursachen des Mannes. Nach Angaben des Robert-Koch-Insituts (RKI) werden in Deutschland jährlich etwa 60.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Prostatakrebs ist mit rund 25 Prozent bundesweit die häufigste Krebserkrankung von Männern und steht mit einem Anteil von etwa zehn Prozent an dritter Stelle hinter Lungen- und Darmkrebs bei den zum Tode führenden Krebserkrankungen. 

Schonende Verfahren bei Prostatakrebs

Im fortgeschrittenen Stadium, wenn sich Tumore innerhalb der Prostata weit verbreitet und Metastasen gebildet haben, sind Operation und Bestrahlung nicht zu vermeiden. Häufig sind dann für die betroffenen Patienten Inkontinenz und auch Impotenz die Folgen. Ist der Tumor aber noch wenig entwickelt, wird unter bestimmten Voraussetzungen eine fokale Behandlung vorgenommen. Bei der hochintensivierten, fokussierten Ultraschall-Ganzdrüsen-Therapie (HIFU) wird mittels gebündelter Ultraschallstrahlen das Karzinom zerstört. Dies ist jedoch nicht die einzige Methode, die auf schonende Weise den Tumor bekämpft. Eine weitere Option ist die photodynamische Therapie (Tookad), bei welcher der Tumor mit Licht in bestimmten Wellenlängen angegriffen wird. Die irreversible Elektroporation (IRE) zerstört Tumorzellen durch kurzzeitige und gezielte, starke Stromschläge, während die Cyberknife-Methode eine ambulante, robotergestützte Strahlen-Tumortherapie ist.

Vergrößerte Prostata meist ungefährlich

Wichtig ist die Unterscheidung des bösartigen Tumors von der gutartigen Vergrößerung der Prostata. Bei 50 Prozent aller Männer entsteht ab dem 50. Lebensjahr die Benigne Prostatahyperplasie (BPH) und stört lediglich den Harndrang, weil sie diese einengt. Eine Möglichkeit, die Vorsteherdrüse gesund zu erhalten, sind Pilze: Als fester Bestandteil der Naturheilkunde aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stammend, wird die in der Fachsprache als Mykotherapie bezeichnete Pilzheilkunde bei vielen Beschwerden eingesetzt. Pilze, so heißt es, wirken antibakteriell, entzündungshemmend und hormonell ausgleichend.

Vieles ist gut behandelbar

Inkontinenz stellt vor allem im Alter ein zunehmendes Problem dar, ist aber auch häufig Folge anderer Erkrankungen oder Behandlungsmethoden. Unwillkürlicher Urinverlust, Harndrang oder auch das Unvermögen zu urinieren, können zu einer großen psychischen Belastung werden. Da es gute Heilungs- oder Therapiemöglichkeiten gibt, sollte ein Urologe aufgesucht werden, der die Ursachen herausfinden kann. Meist diagnostiziert dieser einen harmlosen Harnwegsinfekt. Sollte es sich aber um einen Tumor oder eine andere schwerwiegende Erkrankung handeln, gilt: je früher erkannt, desto besser behandelbar.

Die klassischen bakteriellen Geschlechtskrankheiten wie Tripper oder Syphilis waren lange rückläufig, nehmen aber derzeit wieder zu. Bei Aids ist dies nicht der Fall, dennoch stecken sich hierzulande jedes Jahr rund 2.700 Menschen an, allein 2016 starben 460 Patienten. Früh erkannt, ist eine HIV-Infektion jedoch heute gut behandelbar – darum hat die Regierung im September dieses Jahres Schnelltests zugelassen, die seit Oktober erhältlich sind und die jeder zu Hause selbst durchführen kann.

Die Gefahr steigt mit dem Gewicht

Herz- und Kreislauferkrankungen treten bei Männern besonders häufig auf, auch in vergleichsweise jungen Jahren. Männer ernähren sich Studien zufolge ungesünder, haben häufiger Unfälle, trinken mehr Alkohol, nehmen häufiger illegale Drogen und rauchen mehr. Die Folgen: Männer nehmen über die Jahre mehr an Gewicht zu als Frauen, und das Gesundheitsrisiko steigt mit jedem Kilo. Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall, bedingt durch Arteriosklerose, sind die Folgen. Doch die Verkalkung der Schlagadern ist nicht alles: Auch die kleineren Gefäße verlieren ihre Durchlässigkeit, die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung ist beeinträchtigt, Stoffwechsel- und Abbauprodukte können nicht wie erwünscht abtransportiert werden. Die Ursachen dieser Mikrozirkulationsstörungen sind auch hier hauptsächlich schlechte Ernährung, Stress und Bewegungsmangel. Das muss nicht sein. Tun Sie etwas für Ihre Gesundheit.

Wussten Sie schon, dass ...

…die Kiwi Spitzenreiter unter den bekanntesten Obstsorten ist, wenn es um den Nährstoffgehalt geht? Um so viele Nährstoffe aufzunehmen, wie in 100 Gramm grüner Kiwi stecken, müsste man zum Beispiel rund 600 Gramm Apfel, mehr als 500 Gramm Birne oder fast 500 Gramm Weintrauben zu sich nehmen.

Dies liegt vor allem am hohen Vitamin-C-Gehalt: Bereits eine grüne Kiwi deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. Auch von anderen wichtigen Nährstoffen, insbesondere Ballaststoffen wie Kalium und Folat, sind in grünen Kiwis signifikante Mengen enthalten.

Und sogar die Verdauung wird von der grünen Kiwi auf natürliche Art und Weise unterstützt: Dies liegt an einer einzigartigen Kombination aus dem natürlichen Verdauungsenzym Actinidain, das bei der Aufspaltung von Eiweiß hilft.

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