Heil- und Vitalpilze

Gutes aus der Naturheilkunde für die Prostata

Von Antonia Große-Berkhoff · 2018

Jeden Mann kann es treffen und jeden zweiten trifft es auch: Probleme mit der Prostata. Erste Symptome treten meist im sogenannten besten Mannesalter auf, werden aber oft zunächst verdrängt. Noch immer sind Prostatabeschwerden nämlich für viele Männer ein peinliches Tabuthema. Dabei kann heute viel für die Gesundheit der Vorsteherdrüse getan werden. So auch mit wirksamen Mitteln aus der Naturheilkunde wie den Heilpilzen. Sie werden sowohl vorsorglich als auch therapiebegleitend eingesetzt.

Detailaufnahme: Reishi-Pilze

Bereits seit Jahrhunderten nutzt man in Ostasien bestimmte Pilze zur Prävention und Behandlung von Beschwerden und Krankheiten. Aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkung werden sie Heil- oder Vitalpilze, beziehungsweise medizinisch wirksame Pilze genannt. Die in der Fachsprache als Mykotherapie bezeichnete Pilzheilkunde ist eines der ältesten Naturheilverfahren der Welt und stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Heute gehört sie auch bei uns zu den klassischen Verfahren der Naturheilkunde. Die Wirksamkeit der Mykotherapie beruht auf einer großen Bandbreite an natürlichen Inhaltsstoffen in den Heilpilzen, darunter Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Polysaccharide, essenzielle Aminosäuren, Antioxidantien, Glykoproteine oder Triterpene. Neben entzündungshemmenden besitzen sie unter anderem antibakterielle und antivirale, immunmodulierende und hormonell ausgleichende Wirksubstanzen. Zudem werden ihnen antitumoröse Eigenschaften zugesprochen. Auch wenn es um die Gesundheit der Prostata geht, hat sich ihr Einsatz bewährt, so etwa bei der gutartigen Prostatavergrößerung.

Heilpilze: Günstig bei der Benignen Prostatahyperplasie 

Die BPH – zu Deutsch gutartige Prostatavergrößerung – wird augenzwinkernd gerne als „Altherrenkrankheit“ bezeichnet. Schließlich macht sie sich vorwiegend ab einem Alter von circa 50 Jahren bemerkbar. Die Veränderungen kommen schleichend, so dass sie meist erst mit der Zeit als gravierende Belastung empfunden werden. Wichtige Symptome sind etwa Blasenentleerungsstörungen oder das Nachträufeln des Harns. Auch müssen die Betroffenen nachts immer häufiger auf die Toilette. In fortgeschrittenen Stadien können noch Restharnbildung oder sogar eine Harnsperre hinzukommen. Bisher sind noch nicht alle Ursachen der Erkrankung abschließend geklärt. Als gesichert gilt aber, dass die ab etwa 35 Jahren eintretenden Veränderungen des männlichen Hormonhaushalts bei der Entstehung bedeutsam sind. So nimmt mit zunehmendem Alter der Testosteron-Gehalt ab, während das auch bei Männern vorhandene Östrogen gleich bleibt oder sogar zunimmt. Dadurch entsteht eine relative Östrogendominanz, wodurch die Erkrankung gefördert wird. 

Reishi und Agaricus bisporus: Natürliche Hilfe  

Genau auf dieser Ebene entfalten die Heilpilze ihre Wirkung. Der Reishi etwa besitzt generell eine hormonell ausgleichende Wirkung. Daher kann er einer Dysbalance des männlichen Hormonspiegels entgegenwirken. Zudem setzt dieser Heilpilz noch an einem anderen Hebel an, nämlich der Hemmung des Enzyms 5α-Reduktase. Dieses Enzym ist nötig, um in den Zellen der Prostata Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) umzuwandeln. DHT ist eine wirksamere Form des Testosterons und gilt als ein weiterer Faktor bei der Entstehung der gutartigen Prostatavergrößerung. Auch der Heilpilz Agaricus bisporus wirkt sich hemmend auf das Enzym 5α-Reduktase aus. Wie der Reishi kann auch er daher Wachstumsimpulse auf hormonabhängiges Tumorgewebe reduzieren. Darüber hinaus zeichnet sich der Agaricus bisporus durch seine hemmende Wirkung auf das Enzym Aromatase aus. Die Aromatase wiederum ist verantwortlich für die Umwandlung von Testosteron in Estradiol, ein Hormon aus der Gruppe der Östrogene. Es spielt daher eine bedeutsame Rolle bei der Entstehung einer relativen Östrogendominanz im männlichen Hormonhaushalt. Auch auf diesem Weg kann der Agaricus bisporus das Wachstum von hormonabhängigem Tumorgewebe reduzieren. Ein therapeutischer Vorteil beider Heilpilze ist übrigens, dass sie keine unerwünschten Hormonverschiebungen verursachen. 

Zusätzlich zu Reishi und Agaricus bisporus stehen in der naturheilkundlichen Praxis noch weitere Heilpilze in Pulverform für die ganzheitliche komplementäre Therapie der verschiedenen Prostata-Beschwerden und -erkrankungen zur Verfügung. So etwa bei akuten und chronischen Prostata-Entzündungen sowie, begleitend, bei Prostatakrebs. Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Erfahrene Mykotherapeuten raten dazu, auf in Deutschland angebaute und verarbeitete Pilze und zertifizierte BIO-Qualität zu achten.

Wussten Sie schon, dass ...

… es insgesamt 14 verschiedene Heil- beziehungsweise Vitalpilze gibt, die zur Vorbeugung oder Heilung von Krankheiten und Beschwerden und auch zum Antiaging eingesetzt werden?

… die Mykotherapie nicht nur bei Prostata-Beschwerden, sondern auch zum Beispiel bei Magen-Darm-Erkrankungen, Allergien, Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Rheuma und Gicht oder auch – komplementär zur Schulmedizin – bei Krebserkrankungen helfen kann?

… Pilzpulver immer verkapselt sein sollte, damit es vor äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit und Sauerstoff gut geschützt ist? 

… Pilzpulver vom ganzen Pilz die beste Wahl ist, da darin alle wertgebenden Inhaltsstoffe der Vitalpilze in ihrem natürlichen Verbund enthalten sind?

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